30. September 2022

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Brustschwimmerin Elendt knackt deutschen Rekord

Olympia-Starterin Anna Elendt hat bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften einen deutschen Rekord bejubelt.

Die 19-Jährige schlug in Berlin über 100 Meter Brust in 1:06,50 Minuten an. Sie war damit 51 Hundertstelsekunden schneller als Sarah Poewe bei der WM 2009 in Rom. Den Titel holte sich die für die SG Frankfurt startende Elendt klar vor Julia Titze (München) und Bente Fischer (Neckarsulm).

«Ich freue mich einfach nur. Wir haben zum einen meine Renntaktik umgestellt, zum anderen habe ich auch deutlich mehr im Bruststil trainiert als vorher, und das hat sich halt ausgezahlt», sagte die vom Rekord überraschte Elendt. Für die Lagenstaffel ist sie für Olympia qualifiziert. Nach diesem Meisterschafts-Auftritt, für den die Titelverteidigerin aus den USA anreiste, könnten nun auch Ambitionen für das Einzelrennen entstehen.

Im Duell zweier Olympia-Starter setzte sich bei den Männern auf derselben Strecke der Frankfurter Lucas Matzerath in 59,44 Sekunden vor dem deutschen Rekordhalter Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulm/59,96) durch. Der ebenfalls für Tokio nominierte Rückenschwimmer Christian Diener (Potsdam) gewann die 100 Meter in 55,12 Sekunden. Bei den Frauen siegte die international für die Schweiz startende Heidelbergerin Nina Kost in 1:00,67 Minuten.

Nach dem Sieg über 1500 Meter Freistil gewann das Magdeburger Talent Leonie Märtens in 4:12,26 Minuten auch die 400 Meter Freistil. Über 800 Meter Freistil bei den Männern setzte sich in Abwesenheit von Topmann Florian Wellbrock Sven Schwarz (Hannover) in 7:52,02 Minuten durch.

Bei den im Rahmen der Finals 2021 stattfindenden nationalen Titelkämpfen testen einige deutsche Schwimmer ihre Form vor den am 23. Juli beginnenden Spielen in Tokio. Andere, wie die Medaillen-Hoffnungen Wellbrock und Sarah Köhler, verzichten auf die Rennen in der Hauptstadt.