21. Juni 2024

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Mihambo mit Sieben-Meter-Sprung ins EM-Finale

Malaika Mihambo hakt die Weitsprung-Qualifikation bei der Leichtathletik-EM schnell ab - und wie. Auch die 4x400-Meter-Staffeln sind am Schlusstag im Finale dabei.

Nach ihrem ersten Sieben-Meter-Satz in diesem Jahr geht Weitspringerin Malaika Mihambo als Favoritin ins Finale bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom.

Die Olympiasiegerin und zweimalige Weltmeisterin sprang gleich im ersten Versuch 7,03 Meter weit und meisterte die Qualifikation eindrucksvoll. Die 30-Jährige ist damit Anwärterin auf den EM-Titel an diesem Mittwochabend (20.54 Uhr/ZDF).

Gefordert waren 6,70 Meter, Mikaelle Assani genügten 6,67 Meter, um neben Mihambo das Finale der besten zwölf Springerinnen am EM-Schlusstag zu erreichen. Laura Raquel Müller schied mit 6,43 Metern dagegen aus.

«Mir war schon klar, dass die Form gut ist. Von daher wusste ich schon, dass es weit gehen kann», sagte Mihambo und freute sich über die sieben Meter. Wichtiger war ihr aber, die geforderte Weite im ersten Versuch abzuliefern. Für das Finale nimmt sie sich vor, «natürlich da anzuknüpfen, wo ich heute angefangen habe. Ich weiß, dass ich mich nicht auf der Vorleistung ausruhen darf.»

Starke DLV-Staffeln

Die deutsche 4×400-Meter-Staffel der Männer schaffte es dank des Einzel-Siebten Jean Paul Bredau in das Finale. Als starker Schlussläufer sorgte der Potsdamer noch für das Weiterkommen des kurzfristig umgestellten Quartetts. Mit Rang drei nach einer Disqualifikation kam die DLV-Staffel direkt in den Endlauf, auch die Zeit von 3:01,44 Minuten hätte für ein Ticket genügt.

Danach zog das deutsche Damen-Quartett in 3:25,90 Minuten auf Rang zwei ins Finale ein und könnte damit nachträglich auch die Olympia-Qualifikation für die Spiele in Paris geschafft haben.

Die deutschen Sprinterinnen um Gina Lückenkemper zogen zwei Jahre nach EM-Gold in München mit einer ungewohnten Besetzung ins EM-Finale ein. In der Qualifikation belegte das deutsche Quartett Sophia Junk, Nele Jaworski, Lückenkemper und Rebekka Haase Platz drei in 42,47 Sekunden. Das genügte für das direkte Weiterkommen in den Endlauf an diesem Mittwochabend.

Von der Siegerstaffel in München ist Alexandra Burghardt erst gar nicht in Rom dabei. Lisa Mayer hatte ebenso wie Jennifer Montag angeschlagen auf das Einzel-Halbfinale über 100 Meter verzichtet. Trotzdem gelang die bisher schnellste Zeit in diesem Jahr.

Die Männer-Sprintstaffel siegte auch ohne den angeschlagenen Robin Ganter im Vorlauf souverän. Kevin Kranz, der Einzel-Fünfte Owen Ansah, Deniz Almas, Lucas Ansah-Peprah liefen 38,43 Sekunden. Die beiden deutschen Sprint-Teams haben auch schon die Olympia-Qualifikation geschafft.

Über 800 Meter Finale zog Majtie Kolberg in persönlicher Bestzeit von 1:58,74 Minuten in den Endlauf ein und hat dort womöglich nach bislang starken Leistungen in Rom sogar Medaillenchancen.