23. Januar 2021

Sport Express

Express-Sport direkt aus der Arena

Die Teilnehmer der Vendée Globe beim Start vor der westfranzösischen Küste. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Jean-Francois Monier/AFP/dpa)

Vendée Globe: Erstes Drittel geschafft – Herrmann rückt vor

Der schiffbrüchige Kevin Escoffier ist bei der Solo-Weltumseglung Vendée Globe gerettet worden.

Die französische Marine holte ihren Landsmann am frühen Sonntagmorgen von Jean Le Cams Yacht «Yes We Cam!» ab und brachte ihn auf die Fregatte «Nivôse». Diese bringt den 40-jährigen Franzosen nun zur Insel La Réunion, von wo aus er nach Hause fliegen kann.

Escoffiers «PRB» war am 30. November erst gebrochen und dann gesunken. Der Skipper hatte sich in seine Rettungsinsel geflüchtet und war nach 11,5 Stunden im Südatlantik von Jean Le Cam gerettet worden. Auch der Hamburger Boris Herrmann hatte sich an der dramatischen nächtlichen Such- und Rettungsmission beteiligt.

In Folge weiterer Aufgaben sind nach vier Wochen auf See und dem ersten Drittel des Rennens um die Welt noch 28 der 33 gestarteten Solisten aktiv. Das Feld wird weiter vom Franzosen Charlie Dalin («Apivia») dominiert. Boris Herrmann rückte auf Platz sieben vor.

Zum Nikolaustag schickte der 39-Jährige eine Video-Botschaft aus dem Indischen Ozean, wo die Flotte auf Kurs Kerguelen segelt und sich auf den nächsten Sturm vorbereitet. Gekleidet in einen rot-weißen Strickpullover sagte Herrmann lächelnd: «Ich habe gestern Abend einen Schuh an den Niedergang gestellt und am Morgen Schokolade darin gefunden. Die habe ich auch schon aufgegessen.»