26. Januar 2021

Sport Express

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Lief beim Tour-de-Ski-Abschluss in Val di Fiemme auf Platz acht: Katharina Hennig. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa)

Hennig beendet Tour de Ski als Achte – «Einfach total happy»

Beim kräftezehrenden Finale der Tour de Ski hält Katharina Hennig eindrucksvoll mit. Die Langläuferin macht dem Team von Peter Schlickenrieder Hoffnung. Jessica Diggins sorgt für eine Premiere.

Auch bei der abschließenden Qual hinauf zur berühmten Alpe Cermis hielt Katharina Hennig bestens mit der Langlauf-Weltelite mit.

Mit letzter Kraft schob sich die 24-Jährige beim finalen Anstieg in Val di Fiemme über die Ziellinie, das Endergebnis ist ein großer Erfolg: Rang acht im Tagesklassement und Rang acht in der Gesamtwertung der Tour de Ski. Wenige Wochen vor der Heim-WM macht Hennig dem angeschlagenen deutschen Langlauf-Team damit Hoffnungen, auch bei den Titelkämpfen in Oberstdorf für eine Überraschung sorgen zu können.

«Platz acht in der Gesamtwertung ist sensationell. Bei ihr kann man definitiv sagen, sie ist in der Weltspitze angekommen», sagte der Sportliche Leiter Andreas Schlütter. Hennig hatte am Freitag in ihrer geliebten klassischen Technik überraschend Rang zwei belegt und war damit in die Weltelite vorgestoßen, die bei der Tour de Ski ohne das coronabedingt fehlende Team Norwegens auskam. Hennig laufe «immer offensiv – das ist das, was wir sehen wollen», fügte Schlütter an. Bei den Männern überzeugte Lucas Bögl, der Tagesrang acht und Gesamtrang zwölf belegte.

Neben dem unerwarteten Podestplatz holte die Oberwiesenthalerin vier weitere Top-Ten-Plätze und untermauerte damit ihre starke Form, die in klassischen Rennen und bei schweren Strecken besonders gut zur Geltung kommt. Rang zwei, das beste Langlauf-Resultat ihrer Karriere, war zwar das Highlight, doch auch die Gesamtbilanz fiel bei Hennig positiv aus. «Es war wieder ein cooles Erlebnis. Ich bin einfach total happy, dass ich nochmal meine Leistung vom letzten Jahr bestätigen konnte», sagte Hennig. Am Sonntag war auch Antonia Fräbel als 14. eine kleine Überraschung gelungen.

In der Gesamtwertung fehlten Hennig am Ende 3:41 Minuten auf die Gesamtsiegerin Jessica Diggins, die für eine Premiere sorgte. Die 29-Jährige ist die erste Amerikanerin, der ein Triumph bei dem Traditionsevent rund um den Jahreswechsel gelang. Diggins reichte dafür auf der Alpe Cermis ein zweiter Platz hinter der Schwedin Ebba Andersson, die auf Tour-Rang drei landete. Julia Stupak aus Russland wurde Gesamtzweite. Ihr Landsmann Alexander Bolschunow holte den Gesamtsieg bei den Männern – dafür reichte dem 24-Jährigen ein zweiter Tagesplatz hinter Landsmann Denis Spizow.