15. Januar 2021

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E-Sportlerin Güldenpfennig: «Tolles Gefühl, Vorbild zu sein»

Lena Güldenpfennig wurde als erste Frau eines VBL-Teams vorgestellt. Die E-Sportlerin von RB Leipzig sieht sich in einer besonderen Rolle. (Urheber/Quelle/Verbreiter: RB Leipzig/dpa)
Lena Güldenpfennig von RB Leipzig und Anna Klink von Bayer 04 Leverkusen stehen als erste E-Sportlerinnen in Kadern von Teams in der Virtual Bundesliga. Eine Rolle mit Vorbildfunktion.

In den ersten Saisons war die Virtual Bundesliga Club Championship in der Fußballsimulation FIFA ein reines Männerevent. Durch die Verpflichtungen von Anna «B04_anna» Klink (Bayer 04 Leverkusen) und Lena «Lena5601» Güldenpfennig (RB Leipzig) hat sich das zur FIFA-21-Saison geändert.

«Es ist schon ein tolles Gefühl, eine Art Vorbild zu sein», sagte Güldenpfennig im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die E-Sportlerin von RB Leipzig wurde im September als erste Frau im Kader eines VBL-Teams vorgestellt. Eine besondere Rolle für die 19-Jährige: «Ich möchte andere Frauen und Mädchen ermutigen, ihre Skills zu zeigen und sich nicht zu verstecken.»

Gemeinsam mit Anna Klink teilt sie dabei nicht nur ihr Talent am Controller, sondern auch auf dem realen Rasen. Während Güldenpfennig im Kader der Zweitligafrauen von RB Leipzig steht, ist Klink Stammtorhüterin beim Bundesliga-Team von Bayer 04 Leverkusen.

Anders ist die Situation in der VBL: Hier sind beide bisher als Ersatzspielerinnen noch ohne Einsatz. «Ich bin noch nicht auf dem Level der anderen», gibt Güldenpfennig zu. Allerdings sei sie «ehrgeizig und lernwillig». Dabei versucht sie von ihren Teamkollegen, «absoluten Topleuten», zu lernen. «Wenn ich dann zum Einsatz komme, möchte ich zeigen, dass ich auch was draufhabe.»

Angst, dass ihre Verpflichtung als PR-Stunt wahrgenommen wird, hat Güldenpfennig nicht. «Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Wenn man sieht, wie ich trainiere, dann wird man schnell erkennen, dass es kein PR-Gag ist.» Überhaupt sei die Außendarstellung für die RBL-Spielerinnen eher unwichtig. «Für mich zählt nur das, was auf dem virtuellen Rasen passiert.»

Immerhin traten die beiden E-Sportlerinnen bereits in einem Freundschaftsspiel gegeneinander an. Dort konnte sich Güldenpfennig in zwei Partien (3:0, 5:0) gegen Klink deutlich durchsetzen.